...aber das fällt den meisten Leuten schon gar nicht mehr auf.
Journalisten der Bild-Zeitung haben ein Buch geschrieben. Der Titel: "Ruhet in Frieden, Soldaten!"
In dem Buch werden Vertuschung, und falsche Vorwände angeprangert. Das Sterben für den Sachzwang der Regierenden ändert sich dadurch nicht, und der fromme Wunsch, dass die getöteten Soldaten dann wenigstens in Frieden ruhen mögen, wirkt auf einen nicht abgestumpften Menschen wie eine Ohrfeige in das Gesicht jener, die an "Leib und Seele verstümmelt" wieder herauskommen.
Doch was wundert es noch? Die gesamte Politik ist inzwischen nur noch purer Sachzwang und Zynismus, die einem gesamten Volk übergebraten werden, ob es so passt, oder nicht. Das Wohl und Wehe der Menschen steht dabei kaum noch zur Debatte, oder es wird so getan als ob.
Wie immer bei Politik, egal welcher Art und Richtung, finden sich willige Erfüllungsgehilfen, oder solche potentiellen Helfer werden vereinnahmt, so auch hier. Verteidigungsminister von und zu Guttenberg unterstützt die Autoren und das Buch, obwohl er einige Kritikpunkte - aus seiner Sicht, versteht sich - vorbrachte. Wer aber einen Minister zur Unterstützung seiner Werksvorstellung präsentieren kann, ist mindestens vereinnahmt.
Zudem ist das Buch den Soldaten gewidmet - wobei dann wieder der Titel des Buches sich widerlich und höhnisch ins Blickfeld schiebt - nachdrücklich darauf beharrend, dass es den Toten, vielleicht auch den Sterbenden gilt. Was aber ist mit den Lebenden? Sind sie mehr als Kanonenfutter einer marodierenden Sachzwangpolitik?
Es wird suggeriert, dass es keinen Ausweg gibt. Fakt ist aber, dass ein anderer Ausweg nicht gewollt ist.
Ein guter Artikel dazu findet sich auch hier:
http://www.hintergrund.de/201007141002/globales/kriege/zynische-aufklaerung-ueber-afghanistan.html
Donnerstag, 15. Juli 2010
Das rote Tuch des Tages: Ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur hat mich nicht zu berühren - noch nicht einmal am Ärmel...
Wenn ich eine Arbeitsagentur aufsuche, erwarte ich, anständig behandelt zu werden - denn ich selber bin schliesslich trotz aller Ärgernisse bereit, auch den Anstand zu wahren. Auch wenn ich im Rollstuhl sitze, will ich nicht, dass ich angefasst werde.
Wer mich am Gehen hindern würde, den würde ich beschuldigen, meine Bewegungsfreiheit zum Mindesten einschränken zu wollen - die Keule der Freiheitsberaubung würde ich aber ungeniert vorbringen, wenn ich massiv gehindert würde.
Allerdings ist mir dies noch nicht passiert.
Es soll aber nun vorgekommen sein, dass ein Mensch in einer Arbeitsagentur gewaltsam gehindert wurde, zu gehen, und dabei körperlichen Schaden genommen hat.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eskalation-in-der-hartz-iv-behoerde-0192.php
15.07.2010) Zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen einem Hartz IV Betroffenen und einem Sachbearbeiter ist es in der Arge Schwalm-Eder in Homberg gekommen. Dabei wurde der Sachbearbeiter und Hilfeersuchende verletzt. Der Fall wurde bekannt, nachdem der Erwerbslosenverein "Oase" diesen Fall öffentlich gemacht hatte.
Nach Darstellung des Vereins soll der stellvertretender Vorsitzende der "Oase", Norbert Gimbel, sich in der Arge geweigert haben, einen Scheck zu quittieren. Daraufhin soll der Sachbearbeiter den Mann bei Herausgehen "von hinten gepackt, herumgewirbelt und in den Schwitzkasten genommen". Anschließend soll der Sachbearbeiter den Erwerbslosen "übers Knie geworfen haben und anschließend Gimbel die Treppe herunter stürzen lassen". Durch diese körperliche Auseinandersetzung habe sich der Erwerbslose "mehrere Blutergüsse und einen Rippenbruch" erlitten.
Die Arge Schwalm-Eder in Homberg bewertet den Fall indes anders. So sagte der Arge-Geschäftsführer Hans-Gerhard Gatzweiler gegenüber "Kreisanzeiger Online": "Mein Mitarbeiter hat versucht Herrn Gimbel am Gehen zu hindern, indem er ihn am Arm gepackt hat", jedoch habe der "Kunde" dem Mitarbeiter "zwei Faustschläge" verpasst. Erst danach hätte der Sachbearbeiter "zum Selbstschutz" Nobert Gimbel in den "Schwitzkasten" genommen. Weitere Arge-Mitarbeiter hätten im Anschluss die Kontrahenten getrennt. Von einem Treppensturz wollte der Arge-Geschäftsführer nichts wissen. Das sei ihm unbekannt. Der Arge-Sachbearbeiter hätte nun einen Strafantrag gegen den Oase Vize-Vereinsvorsitzenden gestellt. Allerdings räumt Gatzweiler gegenüber Kreisanzeiger Online ein, habe sich der Mitarbeiter "ungeschickt verhalten". Der Arge-Chef bewertet die Handlung seines Mitarbeiters als "spontane Reaktion".
Konsequenzen werde es für Arge-SB vorerst nicht geben, so Gatzweiler. Der Homborger Vize-Landrat Winfried Becker bwertete den Vorfall als "ausgesprochen schlimm". Mögliche Konsequenzen würden erst dann gefällt werden, wenn es Ergebnisse im laufenden Strafverfahren gebe. "Sofortige personelle und organisatorische Konsequenzen" fordert hingegen der Erwerbslosenverein "Oase": Der Arge SB müsse sofort entlassen werden und der Leiter der Arge ausgewechselt werden. Denn Vorgesetzte seien für das Klima in einer Hartz IV-Behörde verantwortlich. (sb)
Wer mich am Gehen hindern würde, den würde ich beschuldigen, meine Bewegungsfreiheit zum Mindesten einschränken zu wollen - die Keule der Freiheitsberaubung würde ich aber ungeniert vorbringen, wenn ich massiv gehindert würde.
Allerdings ist mir dies noch nicht passiert.
Es soll aber nun vorgekommen sein, dass ein Mensch in einer Arbeitsagentur gewaltsam gehindert wurde, zu gehen, und dabei körperlichen Schaden genommen hat.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eskalation-in-der-hartz-iv-behoerde-0192.php
Eskalation in der Hartz-IV Behörde
Homberg: Schlägerei in der Homburger Arbeitsförderung – Wurde ein Hartz IV Bezieher durch einen Arge Sachbearbeiter angegriffen und verletzt?15.07.2010) Zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen einem Hartz IV Betroffenen und einem Sachbearbeiter ist es in der Arge Schwalm-Eder in Homberg gekommen. Dabei wurde der Sachbearbeiter und Hilfeersuchende verletzt. Der Fall wurde bekannt, nachdem der Erwerbslosenverein "Oase" diesen Fall öffentlich gemacht hatte.
Nach Darstellung des Vereins soll der stellvertretender Vorsitzende der "Oase", Norbert Gimbel, sich in der Arge geweigert haben, einen Scheck zu quittieren. Daraufhin soll der Sachbearbeiter den Mann bei Herausgehen "von hinten gepackt, herumgewirbelt und in den Schwitzkasten genommen". Anschließend soll der Sachbearbeiter den Erwerbslosen "übers Knie geworfen haben und anschließend Gimbel die Treppe herunter stürzen lassen". Durch diese körperliche Auseinandersetzung habe sich der Erwerbslose "mehrere Blutergüsse und einen Rippenbruch" erlitten.
Die Arge Schwalm-Eder in Homberg bewertet den Fall indes anders. So sagte der Arge-Geschäftsführer Hans-Gerhard Gatzweiler gegenüber "Kreisanzeiger Online": "Mein Mitarbeiter hat versucht Herrn Gimbel am Gehen zu hindern, indem er ihn am Arm gepackt hat", jedoch habe der "Kunde" dem Mitarbeiter "zwei Faustschläge" verpasst. Erst danach hätte der Sachbearbeiter "zum Selbstschutz" Nobert Gimbel in den "Schwitzkasten" genommen. Weitere Arge-Mitarbeiter hätten im Anschluss die Kontrahenten getrennt. Von einem Treppensturz wollte der Arge-Geschäftsführer nichts wissen. Das sei ihm unbekannt. Der Arge-Sachbearbeiter hätte nun einen Strafantrag gegen den Oase Vize-Vereinsvorsitzenden gestellt. Allerdings räumt Gatzweiler gegenüber Kreisanzeiger Online ein, habe sich der Mitarbeiter "ungeschickt verhalten". Der Arge-Chef bewertet die Handlung seines Mitarbeiters als "spontane Reaktion".
Konsequenzen werde es für Arge-SB vorerst nicht geben, so Gatzweiler. Der Homborger Vize-Landrat Winfried Becker bwertete den Vorfall als "ausgesprochen schlimm". Mögliche Konsequenzen würden erst dann gefällt werden, wenn es Ergebnisse im laufenden Strafverfahren gebe. "Sofortige personelle und organisatorische Konsequenzen" fordert hingegen der Erwerbslosenverein "Oase": Der Arge SB müsse sofort entlassen werden und der Leiter der Arge ausgewechselt werden. Denn Vorgesetzte seien für das Klima in einer Hartz IV-Behörde verantwortlich. (sb)
Dienstag, 13. Juli 2010
Das rote Tuch der Woche: Nicht nur die Bahn...

...liess die Leute schmurgeln, da gibt es noch ganz andere, die das auch tun.
Es ist sogar eine jener Einrichtungen, die sich so hervortun, wie sehr sie den Menschen helfen.
Da ist einer, der zwar Arbeit hat, aber es reicht nicht so ganz, wie bei vielen Menschen heute. Also, ist er Aufstocker, und damit ja berechtigt, in einen der Läden der Tafel zu gehen, wenn er das denn will. Er hat auch noch einen Ausweis, aber der ist nicht mehr so richtig gültig, denn der Tafelladen hat ein neues System eingeführt, mit Punkten und Berechtigungsdaten in den Punkten, wann einer für wie viele Leute dort kaufen darf.
Das sieht inzwischen so aus:
Für unterschiedliche Personengruppen gibt es verschieden-farbige Punkte. (Der rote Punkt z.B. steht entweder für 1-2 Erwachsene oder einen Erwachsene mit einem Kind, der blaue Punkt steht für 3-4 Personen).
Auf der Kundenkarte erkennt man, zu welcher Farbe man gehört. Über jedem Warenangebot steht auf jedem Farbpunkt die Stückzahl, die der Kunde mit dieser Farbe mitnehmen darf.
Steht also z.B. über den Milchprodukten die Zahl 3 auf einem roten Punkt, dann darf ein Kunde aus der Gruppe mit dem roten Punkt bei diesem Einkauf drei Milch-Produkte in seinen Warenkorb legen.
In den Laden werden wegen der beengten räumlichen Verhältnisse immer nur 10 Kunden auf einmal gelassen.
Zu Beginn der Öffnungszeiten herrscht immer ein starker Andrang und damit die Kunden nicht schon Stunden vor der eigentlichen Öffnungszeit den Vorplatz bevölkern, im Glauben, dass der erste auch die besten Waren bekommt, entscheidet über die Eintrittsreihenfolge ein Lossystem.
Die Ladenpreise entsprechen ungefähr zwischen einem 10tel und 20tel des Supermarkt-Preises. Ein Joghurt ist da schon mal für 5 Cent zu haben.
Strafen gibt es allerdings inzwischen auch, wie sich das gegenüber den Hartz IV_Empfängern gehört, die sonst zu frech werden:
Leider wurden im September des letzten Jahres die Regeln etwas verschärft, Kunden, die ihren Einkauf falsch packten, bekamen einen Vermerk!
Manche Kunden fanden das stigmatisierend, jedoch können die Helfer nicht ständig die Einkäufe aussortieren, dazu ist bei dem Andrang und den engen Räumlichkeiten einfach keine Zeit. Einige Kunden hielten sich nicht immer an die Regeln, schnappten sich von den besten Waren viel zu viel und um das zu unterbinden und eine Verteilungsgerechtigkeit aufrechtzuerhalten, wurde das System mit den Vermerken eingerichtet. Bei drei Vermerken (3-mal falsche Produkte im Warenkorb!) gibt es ein klärendes Gespräch, in uneinsichtigen Fällen auch ein kurzzeitiges Einkaufsverbot. Die Vorstandsmitglieder selbst finden diese Regelung bedauerlich, aber anders ließen sich der reibungslose Ablauf und eine gewisse Verteilungsgerechtigkeit nicht erhalten.
Jaja, die Zeiten sind brutal, und die Sitten barbarisch, da muss man streng durchgreifen. Doch besagter Arbeiter der schon mal einen Ausweis hatte, wollte gar nicht viel. Lange hatte er den Laden nicht mehr aufgesucht, weil er die Ware und auch einiges Andere an Vorgängen nicht in bester Erinnerung hatte.
Er wollte also weder Milchprodukte, noch sonst etwas. Die Hitze machte ihn fertig in den langen Arbeitshosen, und da auch ein Kleiderangebot in dem Tafelladen war, wollte er eigentlich nur schauen, ob die vielleicht eine kurze Hose für ihn hatten. Den Personalausweis hatte er immerhin dabei, wenn auch keine sonstigen Papiere, aber irgendwo hätte er ja noch verzeichnet sein müssen.
Nichts da, ihm wurde nicht geholfen. Barsch wurde er aus dem Laden gewiesen, da könnte ja jeder kommen...
Ein Mensch ist der Mühe nicht wert, wenn er nicht den Vorschriften gemäss alles bei sich hat - möglichst sämtliche Einkommensnachweise und die Bescheide der Arbeitsagentur, etc., etc., etc.
Er hat weiter geschwitzt und gelitten, 8 Stunden an diesem superheissen Tag, in der Sonne - und die Papierkörbe geleert, die Strassen sauber gehalten. Er hat sie verflucht, kann sich also eigentlich bei denen auch nicht mehr sehen lassen, weil diese Einrichtungen nicht nur Fehlverhalten beim Einpacken abstrafen, sondern auch übelnehmen, kein Verständnis für Leiden und Frust haben, und auch da abstrafen - sogar mit Sippenhaft.
Und das nennt sich Wohltätigkeit - wird gefördert - und ist typisch, dass sich die Politiker auch gerne damit schmücken. Nur mit so etwas können sich die Politiker schmücken - mit Zucht und Ordnung, mit angemasster Autorität über Menschen, die nichts weiter wollen, als ein wenig Hilfe.
Tafeln erhalten Auszeichnung.
Der Bundesverband Deutsche Tafel ist mit einem Preis geehrt worden: Die Ökologisch-Demokratische Partei Deutschlands (ödp) verlieh dem Verband und seinen über 860 Mitglieds-Tafeln die „Goldene Schwalbe 2010“. Die Partei würdigt mit der Auszeichnung Personen oder Institutionen, „die sich in besonderer Weise um Demokratie und Ökologie verdient gemacht haben“.
Bei der Preisverleihung wurde insbesondere das Engagement der mehr als 40 000 ehrenamtlichen Tafel-Helfer hervorgehoben. Vorstandsmitglied Gerhard Hampl nahm den Preis am Sonntag in Eisenach entgegen und bedankte sich im Namen des Verbandes und seiner Mitglieder für die Auszeichnung.
Bundesfamilienministerin Schröder ist neue Schirmherrin der Tafeln
Mehr als 2.000 Menschen haben am Samstag die Lange Tafel auf dem Berliner Alexanderplatz besucht. An einem knapp 200 Meter langen Tisch aßen Tafel-Helfer, Tafel-Kunden, prominente Gäste und Berliner Bürger gemeinsam kostenlos zu Mittag. Die Lange Tafel war einer der Höhepunkte des 16. Bundestafeltreffens, das in diesem Jahr von der Berliner Tafel ausgerichtet wurde. Während der Langen Tafel übergab der Vorstand des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. die Schirmherrschaft über die Tafeln in Deutschland offiziell an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.Hmmmm.
Wie war das doch mit den Grundsätzen der Tafeln?
Grundsatz 4
Die Tafeln arbeiten unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen.
Die Tafeln helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen.
So heisst es da, unter anderen Grundsätzen. Diese Grundsätze haben auch Paragraphen, erfährt man nebenbei. Aha...
§§
Diese Zeichen also, die ineinander verschlungenen Fleischerhaken, an denen die Moral der Menschen aufgehängt ist. Wo diese zur Wirkung kommen, ist entweder etwas Schlechtes schon geschehen, wie beim Gericht - oder aber es soll vorbeugend vermieden werden. Meistens wird dabei die Menschlichkeit ein Stück weit vergessen, wie mir scheint.
Wie wäre es gewesen, wenn dem erschlöpften, und einem Hitzekoller nahen Menschen ein kühles Glas Wasser angeboten worden wäre, um dann in Ruhe sein Anliegen anzuhören? Oder ist dafür auch schon wieder kein Raum, und keine Zeit mehr? Es muss ja alles effektiv sein, schnell gehen, kostenneutral - auch bei der Armutsverwaltung.
Eure armselige Mitleidskultur und Menschlichkeitsarmut kotzt mich an!
Dieses süssliche Getue dem sogenannten Prekariat gegenüber,
das neben dem Angebot der Tafeln - das andere nicht mehr
verspeisen wollen - auch noch die Kategorisierungen wieder
einmal hinnehmen soll, die Abstempelungen, Verweise und Strafen
akzeptieren muss, falls einer von denen etwas will von Euch.
Die Kirchen und Hilfsvereine waren schon immer bürokratisch,
geschäftstüchtig und effektiv, und dachten nie daran, was sie ohne
jene wären, denen sie etwas Hilfe gewähren, und dabei die Nasen
ganz weit oben haben, weil sie so mildtätig sind.
Und schon immer wurden jene gering geschätzt, die diesen Vereinen
dazu verhalfen, ihr Ansehen zu mehren, auf Kosten jener anderen.
Ich weiss, Ordnung muss sein, und wie man es macht, ist es nicht recht...
Trotzdem, wenn dieser Staat nicht so raffgierig wäre,- wenn sich die Kirchen
nicht immer noch auf Kosten dieses Staates gesund erhalten würden,- wenn...
...dann wäre dieses ganze Gedöns nicht nötig.
Doch, wenn es nicht nötig wäre --- wo wäret dann Ihr? Wo bliebe das Element
der Mildtätigkeit, das so hervorgehoben wird, weil es sonst überall fehlt? Wo wäre
dann die geheuchelte Barmherzigkeit?
Sie wäre nicht notwendig, wie so vieles andere auch nicht nötig wäre. Leider ist das
ganze System pervers, also auch die sogenannte Wohltätigkeit. Davon nehme ich keine
der Einrichtungen aus, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen mögen...
Montag, 12. Juli 2010
Zerstreue das Vertrauen, verschaffe den Bürgern Angst,- so kreierst Du den perfekten Bürger - den mit der Lizenz fürs Internet
...der sich duckt, gehorcht und funktioniert.
Und der Polizeistaat kommt, denn immer verlagern die Politiker ihre Angst vor dem Bürger auf diesen selber. Soll er doch zusehen, wie er damit klarkommt, und spüren wie das ist - diese Angst, und damit leben. Schliesslich müssen wir das doch alle, und letztendlich werden wir alle vor uns selber geschützt, oder etwa nicht?
Opposition und soziale Extravaganzen erledigen sich auf diese Weise - oder, besser gesagt, können erledigt werden. Überwachungsprogramme wurden unter Präsident Bush in den USA ins Leben gerufen, und andere Staatsgebilde und Länder wurden ebenfalls dazu animiert. Schliesslich konnte ja jeder Bürger zum Terroristen mutieren, oder war vielleicht schon einer. Präsident Obama nun beschleunigt diese Angelegenheiten, und so enthüllt sich nun, dass ein neues Programm in Arbeit ist: ein National Security Agency (NSA)-Programm, perfekter Bürger.
Dieser perfekte Bürger muss im Internet überwacht werden, damit es nicht zu Cyberterror kommt. Der perfekte Bürger ist auch der Name des Programms - und ist genau jener grosse Bruder, der die Bürger und ihre Kontakte überwacht. Dies alles ist selbstverständlich nur zum Schutz der nationalen Sicherheit, was denn sonst?
Was Amerika tut, das machen wir irgendwann auch. Es ist also zu befürchten, dass diese Sache mit dem perfekten Bürger bei unseren Politikern ebenfalls auf Begeisterung stossen wird - und wir alle damit überzogen werden sollen.
Die offiziellen Stellen bestreiten, dass sie schnüffeln wollen. Schliesslich würden sie sich an die Gesetze halten, und so weiter...
Die Vorschriften kommen jedoch vom Pentagon. Und das Ganze ist eben doch streng geheim.
Nun, man kann sich ja über seine Rechte vergewissern, als Bürger der USA. Gesagt - getan, denn es gibt schliesslich vom weissen Haus die Website, und da war doch dieses Board, worauf sich eine Übersicht in Bezug auf die Privatsphäre und die Bürgerrechte befand.Aber - uuups, diese Seite ist gelöscht.
Wenn der Bürger dann protestiert und interveniert, wird er eben mit der nationalen Sicherheit abgespeist. Das ist nun die Hülle, die über alles gezogen wird, was geplant wird, und was der Bürger nicht wissen soll, weil das ja sonst wieder diese nationale Sicherheit gefährdet. Homeland Security war noch gar nichts, das Pentagon setzt noch einen drauf.
Wenn das alles noch nichts hilft gegen den Protest der Bürger, dann erinnert man sie an die Cyber-Kriminalität, und da findet sich schliesslich immer etwas...
Die Chipkarten werden geplant, mit denen dann die Bürger überhaupt erst Zugang zum Internet bekommen sollen. Das alles selbstverständlich "freiwillig", was hast Du denn gedacht?
Sie wollen Dein Vertrauen, damit sie Dich betrügen können. Dafür ängstigen sie Dich, damit Du die Cyber-Panik bekommst. Oh, doch, das funktioniert, denn bei uns funktioniert es ja auch - davon kann ich in meinem Umfeld auch ein garstig Liedlein singen.
Es gibt bei den Amerikanern einen Machtkampf, wer für das Internet zuständig sein darf - wer den Stecker ziehen darf, sozusagen, wenn sich die Bürger nicht konform verhalten. Das Militär hat bisher gewonnen, denn schliesslich ist dieses für Krieg zuständig, - die Bedrohung im Internet ist schliesslich "Cyberwar". Das Militär bombardiert jeden Bürger mit den tollsten Cyber-Begriffen. Schliesslich muss die Angst geschürt werden.
Hacker, Kriminelle und Soziopathen gibt es schon seit der Geburt der "Datenautobahn". Trotzdem werden die Ängste der Menschen bedient, um das Neue durchzusetzen, das es seither nicht gab - die Überwachung, die Macht von irgendetwas und irgendwem über das Internet. Sie geben den Menschen das Gefühl der Hilflosigkeit, sodass diese nach Sicherheit und Betreuung rufen.
Es wird nicht allzu lange dauern, und unsere Politiker werden es genauso machen, bis wir alle für sie nach der Überwachung gieren...
Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema in englischer Sprache gibt es unter folgendem Link:
http://www.uruknet.info/?p=m67853&hd=&size=1&l=e
Und der Polizeistaat kommt, denn immer verlagern die Politiker ihre Angst vor dem Bürger auf diesen selber. Soll er doch zusehen, wie er damit klarkommt, und spüren wie das ist - diese Angst, und damit leben. Schliesslich müssen wir das doch alle, und letztendlich werden wir alle vor uns selber geschützt, oder etwa nicht?
Opposition und soziale Extravaganzen erledigen sich auf diese Weise - oder, besser gesagt, können erledigt werden. Überwachungsprogramme wurden unter Präsident Bush in den USA ins Leben gerufen, und andere Staatsgebilde und Länder wurden ebenfalls dazu animiert. Schliesslich konnte ja jeder Bürger zum Terroristen mutieren, oder war vielleicht schon einer. Präsident Obama nun beschleunigt diese Angelegenheiten, und so enthüllt sich nun, dass ein neues Programm in Arbeit ist: ein National Security Agency (NSA)-Programm, perfekter Bürger.
Dieser perfekte Bürger muss im Internet überwacht werden, damit es nicht zu Cyberterror kommt. Der perfekte Bürger ist auch der Name des Programms - und ist genau jener grosse Bruder, der die Bürger und ihre Kontakte überwacht. Dies alles ist selbstverständlich nur zum Schutz der nationalen Sicherheit, was denn sonst?
Was Amerika tut, das machen wir irgendwann auch. Es ist also zu befürchten, dass diese Sache mit dem perfekten Bürger bei unseren Politikern ebenfalls auf Begeisterung stossen wird - und wir alle damit überzogen werden sollen.
Die offiziellen Stellen bestreiten, dass sie schnüffeln wollen. Schliesslich würden sie sich an die Gesetze halten, und so weiter...
Die Vorschriften kommen jedoch vom Pentagon. Und das Ganze ist eben doch streng geheim.
Nun, man kann sich ja über seine Rechte vergewissern, als Bürger der USA. Gesagt - getan, denn es gibt schliesslich vom weissen Haus die Website, und da war doch dieses Board, worauf sich eine Übersicht in Bezug auf die Privatsphäre und die Bürgerrechte befand.Aber - uuups, diese Seite ist gelöscht.
Wenn der Bürger dann protestiert und interveniert, wird er eben mit der nationalen Sicherheit abgespeist. Das ist nun die Hülle, die über alles gezogen wird, was geplant wird, und was der Bürger nicht wissen soll, weil das ja sonst wieder diese nationale Sicherheit gefährdet. Homeland Security war noch gar nichts, das Pentagon setzt noch einen drauf.
Wenn das alles noch nichts hilft gegen den Protest der Bürger, dann erinnert man sie an die Cyber-Kriminalität, und da findet sich schliesslich immer etwas...
Die Chipkarten werden geplant, mit denen dann die Bürger überhaupt erst Zugang zum Internet bekommen sollen. Das alles selbstverständlich "freiwillig", was hast Du denn gedacht?
Sie wollen Dein Vertrauen, damit sie Dich betrügen können. Dafür ängstigen sie Dich, damit Du die Cyber-Panik bekommst. Oh, doch, das funktioniert, denn bei uns funktioniert es ja auch - davon kann ich in meinem Umfeld auch ein garstig Liedlein singen.
Es gibt bei den Amerikanern einen Machtkampf, wer für das Internet zuständig sein darf - wer den Stecker ziehen darf, sozusagen, wenn sich die Bürger nicht konform verhalten. Das Militär hat bisher gewonnen, denn schliesslich ist dieses für Krieg zuständig, - die Bedrohung im Internet ist schliesslich "Cyberwar". Das Militär bombardiert jeden Bürger mit den tollsten Cyber-Begriffen. Schliesslich muss die Angst geschürt werden.
Hacker, Kriminelle und Soziopathen gibt es schon seit der Geburt der "Datenautobahn". Trotzdem werden die Ängste der Menschen bedient, um das Neue durchzusetzen, das es seither nicht gab - die Überwachung, die Macht von irgendetwas und irgendwem über das Internet. Sie geben den Menschen das Gefühl der Hilflosigkeit, sodass diese nach Sicherheit und Betreuung rufen.
Es wird nicht allzu lange dauern, und unsere Politiker werden es genauso machen, bis wir alle für sie nach der Überwachung gieren...
Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema in englischer Sprache gibt es unter folgendem Link:
http://www.uruknet.info/?p=m67853&hd=&size=1&l=e
Fassade contra Realität
http://gheimraetinsarchive.wordpress.com/2010/07/12/the-anthrax-war/
Anthrax War
Heute neu in unserem Blogkino:
ANTHRAX WAR a provocative new investigative documentary by filmmakers Bob Coen and Eric Nadler that examines the 2001 Anthrax Attacks and offers a frightening glimpse into today’s secret and dangerous world of germ weapons. DEAD SILENCE is the accompanying book that fills out the story of the global investigation that the documentary could only outline. >>>
http://gheimraetins.blogspot.com/2010/07/antrax-war.html
PS. Die Dokumentation verweist auch auf das geheime Militärproject „Projet Coast“, welches während des Apardheitregimes in Südafrika gegen die schwarze Bevölkerung eingesetzt wurde.
ich hatte im Beitrag Ein Aidsleugner klärt auf, einige links dazu gesetzt, die ich hier nochmals einfüge. Auch der burische Mengele Wouter Basson aka „Dr. Death“ kommt im Film zu Wort.
ANTHRAX WAR a provocative new investigative documentary by filmmakers Bob Coen and Eric Nadler that examines the 2001 Anthrax Attacks and offers a frightening glimpse into today’s secret and dangerous world of germ weapons. DEAD SILENCE is the accompanying book that fills out the story of the global investigation that the documentary could only outline. >>>
http://gheimraetins.blogspot.com/2010/07/antrax-war.html
PS. Die Dokumentation verweist auch auf das geheime Militärproject „Projet Coast“, welches während des Apardheitregimes in Südafrika gegen die schwarze Bevölkerung eingesetzt wurde.
ich hatte im Beitrag Ein Aidsleugner klärt auf, einige links dazu gesetzt, die ich hier nochmals einfüge. Auch der burische Mengele Wouter Basson aka „Dr. Death“ kommt im Film zu Wort.
Bundesrat Blocher’s Kontakte zum Geheimdienst
Südafrikas Dr.Jekyll & Mr. Hyde
Donnerstag, 11. Februar 2010
Westerwelle und die "römische Dekadenz"
11.02.2010
Westerwelles Sozialstaatsattacke
Er kam, sah und patzte
Ein Kommentar von Thorsten Dörting
Man muss kein Populist sein, auch kein Anhänger der Linkspartei, ja man muss nicht einmal finden, dass die Hartz-IV-Sätze zu niedrig sind, um Westerwelles so warnende Worte als das zu sehen, was sie sind: Eine historisch unhaltbare, perfide, aus rein politischem Kalkül betriebene Beleidigung des schwächsten Teils der deutschen Bevölkerung.
Wenn Westerwelle über spätrömische Dekadenz in Deutschland reden will, sollte er über andere Menschen reden als Hartz-Empfänger - doch dann müsste er seine eigene Klientel beleidigen. Die Historiker sind notorisch zerstritten, wenn es um die Frage geht, wie das Römische Reich im Orkus der Geschichte verschwinden konnte. Die Invasion der Barbaren aus dem Norden und die ständige Bedrohung durch das Persische Reich im Osten stehen relativ weit oben auf der Liste, auch der Aufstieg des Christentums mag das römische Staats- und Gesellschaftswesen unterminiert haben.
Dekadenz des Geistes
Nur in einem sind sie sich ziemlich sicher: Wenn da etwas richtig faul war im Staate Rom, dann die intellektuell korrumpierte und luxussüchtige Elite. Also das eine Prozent der Bevölkerung, das alle Reichtümer Roms unter sich aufteilte - aber ganz sicher nicht die verarmte Unterschicht.
Guido der Seher hätte also von materieller Dekadenz in Deutschland sprechen können, über die Banker zum Beispiel, die nach einer Krise, an deren Folgen die ganze Welt leidet und die sie maßgeblich verantwortet haben, nun fette Boni einstreichen. Und er könnte - ohne dem Stammtisch das Wort zu reden - auch vom lebensfernen Dasein der Berliner Classe Politique berichten, von fahrbereitschaftlich zur Verfügung gestellten Luxuskarossen, von Empfängen und Anlässen, bei denen Büffets aufgetürmt sind, so reichlich bestückt, das noch jedem Hartz-IV-Empfänger der Magen übergehen würde.
Aber Westerwelle ist Chef einer Partei der Besserverdienenden, einer Elitenpartei. Und einer FDP, die - und hierin steckt womöglich der größte Affront - derzeit zumindest nach außen hin als intellektuell verkommen erscheint. Sie betet den Liberalismus als Glaubensbekenntnis herunter, nur um gleichzeitig ihrer Klientel großzügige Staatsgeschenke zu überreichen, die jeder liberalen Marktlogik widersprechen.
Statt sich um das Gemeinwohl zu sorgen, schaufelten sich die Machthaber im alten Rom mit Luxus zu und garnierten diese Selbstversorgung auf Kosten der Allgemeinheit mit wohlfeilen Worten. Der Verfall des Staates ging einher mit einem Verfall der Sitten und dem Verrat an einem Mindestmaß an intellektueller Redlichkeit - so nahm das Ende des Imperiums seinen Anfang.
Wenn man sich also der berühmt-berüchtigten Anfänge erwehren will, wenn es also in Deutschland tatsächlich eine Dekadenz geben sollte, über die man jetzt dringend reden müsste, dann ist es die des Geistes, die in Guido Westerwelles Worten ihren schamlosen Ausdruck gefunden hat.
| Errechnung der Hartz-IV-Regelsätze (Stand 2003) | |||
| Kategorie | Ausgaben* | Anteil in Prozent, den die Regierung Hartz-IV-Empfängern anerkennt | Hartz-IV-Bezug in Euro |
| Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren | 133 | 96% | 127 |
| Bekleidung und Schuhe | 34 | 100% | 34 |
| Wohnen einschl. Energie, -instandhaltung | 322 | 8% | 24 |
| Einrichtungs-, Haushaltsgegenstände | 27 | 91% | 25 |
| Gesundheitspflege | 18 | 71% | 13 |
| Verkehr | 59 | 26% | 16 |
| Nachrichtenübermittlung | 40 | 75% | 30 |
| Freizeit, Unterhaltung, Kultur | 71 | 55% | 39 |
| Bildungswesen | 7 | 0% | 0 |
| Beherbergungs- /Gaststättendienstleistung | 28 | 29% | 8 |
| Andere Waren und Dienstleistungen | 40 | 67% | 27 |
| Insgesamt | 779 | ||
| Insgesamt ohne Wohnkosten | 483 | 345 | |
| *Errechnung des Hartz-IV-Satzes auf Basis der Verbrauchsausgaben der untersten 20 Prozent der nach Nettoeinkommen geschichteten alleinstehenden Haushalte. Empfänger, die überwiegend von Leistungen der Sozialhilfe gelebt haben, sind nicht berücksichtigt. Quelle: EVS 2003 **Seit 1. Juli 2009 beträgt der Regelsatz 359 €. | |||
Als Erinnerung: Ein engagierter Artikel zum Thema Kriegswahlen


Zu einem engagierten Artikel über Kriegswahlen gehören auch besondere Wahlplakate.
http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/08/21/kriegswahlen/
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